Ungarn

Vielseitig – so kann man Ungarn, das Land der Magyaren, wohl am besten beschreiben. Die glamouröse Hauptstadt Budapest, der Urlaubssee Balaton, der jährlich viele Touristen anzieht, prächtige Thermen, die zum Entspannen einladen, und die schier unendlich reichende Puszta – wer einmal den Weg nach Ungarn gefunden hat, den begeistert das Land und der wird sicher gerne ein zweites, drittes und viertes Mal wiederkommen. Ungarn selbst liegt in Ostmitteleuropa, genauer gesagt im sogenannten Karpatenbecken. Ist man in Passau, so gelangt man an der Donau entlang auf der rund 600 km langen und gut ausgebauten Strecke nach Budapest. Reist man von Berlin, Frankfurt oder Dortmund aus, so erreicht man mit dem Flugzeug die Stadt in knapp 90 Minuten. Obwohl Ungarn mit 90.030 km² zwar deutlich größer als Bayern ist, leben dort mit etwa 10 Millionen Menschen deutlich weniger Einwohner als im deutschen Bundesland. In der Hauptstadt Budapest wohnen und leben knapp 1,7 Millionen Menschen, was Budapest zur größten Stadt Ungarns macht und es vergleichbar macht mit Hamburg. Ein Ungar selbst wird sich, einmal gefragt, als Magyar bezeichnen, weshalb man Ungarn ganz offiziell auch Magyarország nennt. Die Gründer des Landes wanderten einst am Ende des 9. Jahrhunderts n.Chr. ein in das Karpatenbecken. Sie gründeten unter ihrem König Stephan um 1000 ein christlich geprägtes Königreich. Mit dieser Niederlassung war schließlich auch die Wanderung vom Ural her kommend in die Mitte Europas beendet. Natürlich ist Ungarn heute kein Königreich mehr, sondern eine Republik mit einer eigentümlichen Sprache, die man zur finnourgischen Sprachfamilie rechnet. Das macht die Ungarn zu regelrechten Sprachexoten im Karpatenbecken.